Wenn Banken über KI-Effizienz sprechen, was bedeutet das für Talente?

Die Gerüchteküche um HSBC und einen möglichen KI-bedingten Stellenabbau sorgt für vorhersehbare Schlagzeilen. Unabhängig davon, ob sich die Zahl von 20.000 Stellen als richtig erweist oder nicht, denken wir, dass die interessantere Frage ist, was dies für die Talentstrategie im gesamten Finanzdienstleistungssektor bedeutet.

Das Muster, das wir sehen

In unserer Finanz- und Beratungspraxis haben wir ein wiederkehrendes Thema festgestellt: Große Institute kündigen Automatisierungsinitiativen an, die Marktkommentare konzentrieren sich auf den Abbau von Arbeitsplätzen, aber die Realität vor Ort ist wesentlich komplexer. Was oft folgt, ist keine Massenentlassung, sondern eine grundlegende Umgestaltung der Fähigkeiten, die geschätzt werden.

Am stärksten ist der Druck auf die Bereiche Betrieb und Verarbeitung. Gleichzeitig sehen wir aber auch einen harten Wettbewerb um Fachkräfte, die technische Fähigkeiten mit geschäftlichem Verständnis verbinden können - Menschen, die KI-Systeme implementieren, steuern und aus ihnen Wert schöpfen können, anstatt nur neben ihnen zu arbeiten.

Was dies für die Einstellung von Mitarbeitern bedeutet

Für Bewerber in der DACH-Region ist die Botschaft nicht unbedingt düster. Die passiven Talente, mit denen wir arbeiten - erfahrene Fachkräfte, die bereits gute Leistungen erbringen - sind in der Regel genau die Personen, die die Institutionen halten und neu einsetzen wollen. Die Herausforderung besteht darin, sich richtig zu positionieren, wenn sich die Qualifikationsanforderungen ändern.

Für Personalverantwortliche sind diese Ankündigungen sowohl eine Chance als auch ein Anlass zur Eile. Konkurrenten, die Effizienzprogramme ankündigen, bringen oft gute Talente auf den Markt. Aber die besten Leute warten selten - sie werden in der Regel innerhalb weniger Wochen angesprochen.

Unsere Meinung? Achten Sie auf die Umsetzung, nicht auf die Ankündigung. Die Banken, die diese Umstellung gut bewältigen, werden mit schlankeren, leistungsfähigeren Teams daraus hervorgehen. Diejenigen, die wahllos Kürzungen vornehmen, werden die nächsten Jahre damit verbringen, ihr Fachwissen zu Höchstpreisen wieder aufzubauen.

Angeregt durch Berichte von Diginomica.

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