Wenn Databricks einen Vertrag über ein Jahrzehnt mit Microsoft abschließt, spüren das die Datenteams in der DACH-Region als Erste

Databricks und Microsoft haben ihre technische Zusammenarbeit bis in die 2030er Jahre ausgeweitet, wobei Databricks verstärkt auf die Arm-basierte Cobalt-Infrastruktur von Microsoft setzt. Die Schlagzeile liest sich wie eine Ankündigung der Anbieter. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind jedoch unmittelbarer: Unternehmen, die ihre Datenplattformen auf diesem Stack aufbauen, werden zunehmend Fachkräfte benötigen, die in beiden Umgebungen arbeiten können, ohne dass dabei zusätzlicher Aufwand für die Anpassung entsteht.

Im letzten Quartal haben wir zwei Leiter für Datenplattformen vermittelt, bei denen ausdrücklich „Databricks auf Azure“ gefordert war, mit der Erwartung, dass der Kandidat auch die nativen Rechenressourcen von Azure optimal nutzen kann. Ein Kunde in Frankfurt teilte uns letzten Monat mit, dass er keine Kandidaten mehr zu Vorstellungsgesprächen einladen werde, die Databricks bisher ausschließlich auf AWS eingesetzt hätten, da die Lernkurve aufgrund der Azure-Umgebung für erfahrene Fachkräfte inakzeptabel hoch sei.

Die Partnerschaft zeigt zudem, in welche Richtung die Konvergenz der Tools verläuft. Eine engere technische Integration bedeutet eine stärkere Produktverknüpfung. Der generalistische Dateningenieur, der mit jedem Cloud-Anbieter arbeiten kann, verliert gegenüber dem Spezialisten an Attraktivität, der diesen speziellen Stack bis ins Detail kennt. Bei Führungspositionen in Unternehmen, die sich diesem Ökosystem verschrieben haben, kann fundiertes Fachwissen zu Databricks und Azure die Breite der Kenntnisse über mehrere Plattformen hinweg übertreffen.

Ein in Zürich ansässiger Versicherer hat kürzlich mitten im Rekrutierungsprozess sein Stellenprofil überarbeitet und Erfahrungen mit Azure-nativem Databricks als Anforderung hinzugefügt, nachdem sein Infrastrukturteam die Ausrichtung auf Microsoft bestätigt hatte. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Stellenausschreibungen, in denen diese Kombination gefordert wird, in den nächsten 18 Monaten deutlich zunehmen wird, insbesondere im Finanzdienstleistungssektor und in der Fertigungsindustrie, wo Azure bereits in hohem Maße eingesetzt wird. Datenarchitekten, die bereits in einer eng verzahnten Databricks-Microsoft-Umgebung gearbeitet haben, werden mit einer steigenden Anzahl von Anfragen rechnen können.

Angeregt durch einen Bericht von Datanami.

Facebook
LinkedIn