Was eine Abrechnungsmigration von 70 TB in sechs Monaten tatsächlich erfordert

Microsoft hat innerhalb von sechs Monaten 70 Terabyte an SAP-ECC-Abrechnungsdaten in die S/4HANA-Private-Cloud migriert – mit nur einem Tag Ausfallzeit. Die Zahlen sorgen zwar für Aufsehen, doch für uns ist das Umsetzungsmodell besonders aufschlussreich. Eine Migration dieser Größenordnung, die die Abrechnungsprozesse eines globalen Unternehmens betrifft, erfordert Mitarbeiter, die die Schnittstellen zwischen SAP-Finanzmodulen, Cloud-Infrastruktur und Datenverarbeitung in großem Umfang verstehen.

Der Einsatz der Private Cloud ist von großer Bedeutung. Hyperscaler wie Microsoft betreiben in der Regel ihre eigene Infrastruktur, sodass die Entscheidung für die Managed-Private-Cloud-Option von SAP einen bewussten Kompromiss signalisiert: eine schnellere Amortisationszeit gegenüber interner Kontrolle. Diese Entscheidung wirkt sich wiederum auf den Personalbedarf aus. Die Teams, die diese Projekte betreuen, müssen neben ihrer Erfahrung mit On-Premise-Lösungen auch das Cloud-Betriebsmodell von SAP sicher beherrschen. Kunden, die mit ähnlichen Zeitplänen an uns herantreten, benennen Migrationsleiter, die mindestens eine Private-Cloud-Bereitstellung von Anfang bis Ende durchgeführt haben, idealerweise im Unternehmensmaßstab.

Das 24-Stunden-Ausfallfenster ist das Detail, das Routinemigrationen von Migrationen mit hohem Risiko unterscheidet. Dies auf einer Abrechnungsplattform zu erreichen, bei der jede Ausfallstunde Auswirkungen auf den Umsatz hat, erfordert Proben, Skripte für die Umstellung und eine schnelle Problemlösung. Diejenigen, die dieses Zeitfenster verkürzen können, unterscheiden sich in ihrem Profil von denjenigen, die Migrationen über einen Zeitraum von 18 Monaten planen. Schnelligkeit unter Druck ist eine eigene Kompetenz, die besonders hoch geschätzt wird.

Für Unternehmen, die ihre eigene S/4HANA-Umstellung planen, besteht der praktische Schritt darin, sich frühzeitig Migrationsspezialisten zu sichern. Der Pool an Kandidaten, die bereits groß angelegte Umstellungen auf die Private Cloud mit minimalen Unterbrechungen durchgeführt haben, ist nach wie vor begrenzt. Eine Stellenbesetzung, die wir im letzten Quartal für einen DACH-Hersteller durchgeführt haben, dauerte vier Monate, da jeder Kandidat auf der engeren Auswahlliste entweder bereits mitten in einem Projekt steckte oder konkurrierende Angebote hatte.

Angeregt durch Berichte von ERP heute.

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