Die Flexibilität der MongoDB-Infrastruktur deutet auf einen Wandel bei der Personalbeschaffung hin, den wir im DACH-Raum beobachten.

MongoDB vermeldete ein starkes Wachstum sowohl bei seiner Cloud-Plattform ‘Atlas’ als auch bei seinem selbstverwalteten Angebot „Enterprise Advanced“. Die Positionierung des Unternehmens unter dem Motto „Run Anywhere“ findet großen Anklang bei Unternehmen, die ihre KI-Workloads lieber näher an ihrer eigenen Infrastruktur halten möchten, anstatt für alles automatisch auf die Public Cloud zurückzugreifen.

Ein Kunde aus der Fertigungsbranche in Stuttgart hat kürzlich die Stellenbeschreibung für einen Dateningenieur dreimal überarbeitet, bevor er sich auf das konzentrierte, was er tatsächlich benötigte: jemanden, der sowohl mit cloud-nativen als auch mit lokalen MongoDB-Bereitstellungen arbeiten kann und über genügend architektonisches Urteilsvermögen verfügt, um zu beraten, welche Workloads wo eingesetzt werden sollten. Die Besetzung dieser Stelle dauerte länger, als es bei einer reinen Cloud-Stelle der Fall gewesen wäre.

Das Modell der geteilten Infrastruktur bringt eine ganz eigene Art von Komplexität mit sich. Unternehmen, die Hybrid-Bereitstellungen betreiben, benötigen Ingenieure, die die Kompromisse bei der Leistung, die Anforderungen an den Datenstandort und den betrieblichen Aufwand für die Verwaltung von Datenbankclustern in den von ihnen kontrollierten Umgebungen verstehen. Dies sind andere Fähigkeiten als die Einrichtung von Managed Services und das Vertrauen darauf, dass der Anbieter sich um den Rest kümmert.

Bei Bewerbern mit MongoDB-Erfahrung haben mittlerweile diejenigen die Nase vorn, die klar darlegen können, warum eine Arbeitslast vor Ort verbleiben sollte, anstatt auf Atlas migriert zu werden. Früher gab die IT-Richtlinie die Antwort darauf vor. Jetzt müssen sie Latenz, Compliance, Kosten und Anforderungen an die KI-Inferenz gegeneinander abwägen und eine Empfehlung aussprechen.

Personalverantwortliche in unserem Geschäftsbereich ‘Data & Digital’ verlangen immer häufiger diese architektonische Kompetenz. Das Argument „überall einsetzbar“ kommt bei Anbietern gut an, da es den tatsächlichen Anforderungen von Unternehmen entspricht. Spezialisten für reine Cloud-Datenbanken sehen sich einer stärkeren Konkurrenz durch Bewerber ausgesetzt, die beide Bereiche abdecken können.

Angeregt durch Berichte von Diginomica.

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